Was tun, wenn mir die Stimme kippt?

Manchmal ist die Aufregung so groß, dass die Stimme kippt. Was kann man tun, um die Stimme wieder in den Griff zu bekommen?

Stimme und Atmung reagieren eingeschränkt, weil sie schon im „Griff“ sind, nämlich in einem Korsett aus körperlicher Spannung, die durch die innere Anspannung hervorgerufen wird. Somit brauchst du eine rasche Möglichkeit des Lösens der Atem- und Stimmmuskulatur.

👉 Ich empfehle die Tiefseetaucherübung. Setze dich für ca. drei Minuten auf einen Stuhl. Schließe die Augen und atme ruhig aus, danach halte die Luft an und zähle innerlich z. B. 21, 22, 23 usw. So kurz oder lang, wie es dir angenehm ist und lasse dann entspannt die Einatmung kommen. Das Wichtigste dabei ist die Pause und das Zählen. Diese bewusste Atemführung senkt den Puls und entspannt die Atmung und die Stimme. Fortgeschrittene können den Übungseffekt auch kurz vor dem Auftritt, mit geöffneten Augen im Stehen mit drei dieser Atemzüge erreichen.

Was ist denn ein guter Redner?

Ein Teamleiter kam zu mir zum Präsentationscoaching. Seine erste Frage war: „Was ist denn nun ein guter Redner?“

„Nun, das ist jemand, der mit Freude bei der Sache ist. Und der dabei seinen eigenen Stil zum Ausdruck bringt.“

Der zweite Punkt ist mir dabei sehr wichtig. Denn viele meinen, nur mit einer charismatischen Ausstrahlung wie Barack Obama wäre man ein guter Redner. Das ist falsch! Auch Redner, die sachlich und faktenorientiert sprechen, sind gute Redner! Wenn dieser Stil ihrer Persönlichkeit entspricht und sie sich damit wohlfühlen.

Es lohnt sich auch, Ecken und Kanten zu zeigen. Klare Botschaften vermitteln, erzählen statt aufzählen, Lampenfieber locker angehen, sich ein Backup erlauben, indem man Moderationskarten nutzt.

👉 Der gute Redner und Präsentator ist nicht unbedingt immer der, den alle gut finden. Sondern der, über den man spricht. Weil er etwas getan oder gesagt hat, das den Zuhörern in Erinnerung bleibt, jemand der Persönlichkeit zeigt und wirklich etwas zu sagen hat.

Gut führen heißt auch, gut zu präsentieren

„Du coachst Führungskräfte, aber du machst auch Präsentationscoachings. Das passt doch nicht zusammen!“ Diese Aussage hat mich überrascht, weil der Zusammenhang zwischen beiden Themen für mich so klar und offensichtlich ist. Ich skizziere das hier kurz.

Führungskräfte haben zwei grobe Aufgabenfelder, die sich in Handlungsebene und Darstellungsebene aufteilen. Die Handlungsebene bedeutet, fachlich zu führen, methodisch-strategisch und sozial zu handeln. Die Darstellungsebene umfasst, wie sie sich präsentieren, wie sie nach außen wirken. Die Darstellungsebene zu beherrschen, ist Voraussetzung, dass die anderen mir folgen. Wenn ich meine Themen schlecht kommuniziere, dann hört mir keiner zu. Form geht vor Inhalt! Das heißt, das „Wie“ ist oft wichtiger als das „Was“. Und damit sind wir beim Präsentationstraining!

👉 Das Wissen, die fachliche Kompetenz wird vorausgesetzt, aber die Art der Präsentation bringt die Leute zu dir in Kontakt, schafft Aufmerksamkeit, Glaubwürdigkeit.

Durchwursteln oder Durchstarten?

Du möchtest gern sicherer auftreten vor Mitarbeitern, Kollegen, Kunden. Aber dann fragst du dich, ob du dir dafür Zeit nehmen sollst. Denn es hat ja irgendwie geklappt bisher. Jedes Mal, wenn du dir denkst, es geht schon, dann hast du in Wirklichkeit ein Problem. Du kannst entweder stehenbleiben oder eben weitergehen.

Ein oft erlebtes Beispiel aus meiner praktischen Arbeit: Wenn du unsicher bist beim Präsentieren, dann explodieren die Overhead Costs. Denn du benötigst viel mehr Zeit, um die Präsentation vorzubereiten und zugleich fühlst du dich unwohl bei der ganzen Sache, was dich wiederum stresst. Diese Unsicherheit raubt dir Kraft, Spirit und Entspannung!

👉 In meinem Coaching entwickelst du dich weiter, sodass du weniger Zeit für die Präsentationsvorbereitung brauchst. Du wirst immer schneller werden und der Zeitpunkt wird kommen, an dem dir das Präsentieren Spaß macht und es sich leicht anfühlt.

Das bringt dir mein Coaching!

Oft werde ich gefragt, welchen Nutzen ein Coaching überhaupt hat. Führungskräfte fragen mich oft: „Ich habe eigentlich keine Zeit dafür. Was ist mein Gewinn, wenn ich mir die Zeit nehme?“ Und die Unternehmen wollen wissen: „Was ist der Return on Invest?“ Den ROI in Kennzahlen zu gießen, ist schwierig. Langfristig können sich Coachings in höherer Mitarbeiterzufriedenheit und sinkender Fluktuation widerspiegeln. Abseits von Zahlen gibt es ganz klare Indikatoren, dass sowohl die Mitarbeiter als auch das Unternehmen profitieren.

Es ist ja nicht so, dass durch Coachings eine heile Welt entsteht. Probleme und Konflikte wird es immer geben. Doch lassen sich viele Probleme und Konflikte durch gecoachte Mitarbeiter und Führungskräfte entschärfen oder auflösen. Denn eine Führungskraft wird durch gute Gesprächsführung Missverständnisse reduzieren, ein Mitarbeiter wird durch effektivere Rüstzeiten Zeit gewinnen, die Klarheit über die eigene Rolle im Unternehmen wird steigen, das Selbstvertrauen und der Mut, eigene Ideen einzubringen.

👉 Das ist der Nutzen von Coachings: Zeitersparnis durch effektive Rüstzeiten, weniger Stress durch klare Kommunikation, authentisches Auftreten vor Kunden und Mitarbeitern.

Was haben meine Präsentationen mit Authentizität zu tun?

Oft kommen Menschen zu mir, die ihre Präsentationsskills verbessern wollen. „Ich muss oft vor Kunden oder im Team präsentieren und ich habe das Gefühl, ich verschenke Potenzial. Ich fühle mich unsicher.“

Unsicherheit ist ein Indiz, dass du nicht authentisch bist. Warum ist Authentizität wichtig? Weil du damit automatisch selbstsicher und glaubwürdig auftrittst. Kann man einfach so auf Knopfdruck authentisch sein? Das klingt, wie wenn ich jemanden befehlen würde: Sei glücklich. Also nein, es geht nicht.

Wie authentisch du bist, hängt eng damit zusammen, wie sicher und vertraut du dich einer Situation, in einer Rolle oder in der Gegenwart von bestimmten Personen fühlst. Bei manchen Menschen geht es dabei auch um die Menge der Personen, die im Raum sind.

Der entscheidende Indikator zur Reflexion der eigenen Authentizität ist das Verhältnis von Selbstbild zu Fremdbild. Wie nehme ich mich selbst wahr und wie nehmen mich die anderen wahr? Je besser Fremd- und Selbstbild übereinstimmen, desto authentischer fühle ich mich.

Du hast viele Rollen: Du bist Mitarbeiter, Chef, Kunde, Führungskraft, Mutter, Freundin… Und in jeder Rolle ist eine andere Art von Authentizität gefragt. Das Ziel ist, in fast jedem Kontext in der Eigenwahrnehmung innerlich stabil und sicher zu sein.

👉 Im Coaching übst du für dich selbst, wie du das erreichen kannst. Um auch in Situationen, die du jetzt vermeidest oder die dir Bauchschmerzen machen sicher – ergo – authentisch aufzutreten. In meinem Coaching bildet die Analyse deiner IST-Situation, die du verändern möchtest, den Ausgangspunkt unserer Reflexion. Aus dem Abgleich zwischen Selbst- und Fremdbild ergeben sich die Schritte, die zu gehen sind, um nun leichter und freier die Kontexte zu betreten, die für dich wichtig sind.

Ich möchte, dass die Menschen dir gern zuhören!

Ich habe Psychologie, Linguistik und Interkulturelle Kommunikation studiert und bin Logopädin. Außerdem bin ich zertifiziert als Business Coach und Organisationsberaterin. Aber warum bin ich Coach geworden? Es begann mit dem Psychologiestudium während einer Vorlesung zur Kognitionspsychologie. Einer meiner Professoren war in den Seminaren sehr sympathisch und erklärte die Inhalte lebendig, plastisch, eingängig. Die Seminare waren spannend und die Zeit verflog. Doch in der Vorlesung erkannte ich ihn nicht wieder. Welche Diskrepanz! Er sprach viel zu schnell und monoton. Es wäre besser gewesen, ich hätte sein Buch gekauft und zuhause in Ruhe durchgelesen. Die Vorlesungen waren Zeitverschwendung für den Professor und für die Studenten! Das war der Auslöser für mich, Präsentationscoach zu werden.

👉 Ich möchte, dass die Menschen dir gern zuhören. Stelle Wertschöpfung in die Welt und zwar so, dass es alle hören wollen!